Partisanenweg auf Pohorje, Slowenien

Kurt-Schumacher-Platz, Tor zur Unterwelt.

Eilig stieg Gürtel die Treppen hinab zur U6. Schon fast auf dem Bahnsteig angelangt, sah er in Fahrtrichtung Alt-Mariendorf die vertrauten gelben Wagen, offene Türen, das rote Warnblinken. Ein kurzer Sprint, gerade noch geschafft, die Türen schließen sich, auf dem Bahnsteig fröhlicher Applaus der wartenden Menschen. Ein Blick zur Seite: niemand außer Gürtel im Waggon. Leerfahrt. Kein Halt bis Betriebshof Alt-Mariendorf. Ein kurzer Anruf (Ach Mobilfunk, Geißel, aber auch Glück der Menschheit) bei der Arbeitstelle, dass es etwas länger dauern könnte. Dann Callcenter der BVG, wo freundliche und wiederum fröhliche Menschen hilfsbereit sich minutenaktuell die gerade vorbeifliegende Station durchgeben lassen. "Wo wollen Sie denn raus?" fragte der schließlich verfügbare Verantwortliche. Egal, Leopoldplatz, der avisierte Umsteigebahnhof, war schon lang im unendlichen Tunnel entschwunden. In Stadtmitte schließlich hielt der Zug und die weniger freundliche Stimme des Führers befahl "Aussteigen!". Zurück dauerte das ganze deutlich länger, und als Odysseus schließlich Ithaka erreichte, wurde er zwar entgegen der Legende gleich erkannt, trotzdem (oder gerade deshalb) aber mit Hohn und Spott empfangen.

13:58:07 am 07.01.2009 von tristan - Kategorie: pensamiento con gas

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