...wobei ihre Variante der experimentellen Popmusik am Captain-Beefheart-Ende der Dirty Projectors anzusetzen scheint.
Ich fühle mich bestätigt in der Meinung, dass Musikjournalismus ein überflüssiges, mindestens jedoch überbewertetes Fach ist. Was will man auch sagen zu einer Musik, außer: "Is gut, hör's dir mal an.". Nur Hypersubjektivierung des Hörerlebnisses oder völlig frei assoziatives Abgleiten eröffnet noch die Möglichkeit, irgendwie lesbare oder ohne allzu detaillierte Vorkenntnisse inhaltlich zugängliche Texte zu schreiben. Aber diese mit Phrasendrescherei kontaminierte Auskennerei ist doch wirklich zu blöde.
Ich fühle mich bestätigt in der Meinung, dass Musikjournalismus ein überflüssiges, mindestens jedoch überbewertetes Fach ist. Was will man auch sagen zu einer Musik, außer: "Is gut, hör's dir mal an.". Nur Hypersubjektivierung des Hörerlebnisses oder völlig frei assoziatives Abgleiten eröffnet noch die Möglichkeit, irgendwie lesbare oder ohne allzu detaillierte Vorkenntnisse inhaltlich zugängliche Texte zu schreiben. Aber diese mit Phrasendrescherei kontaminierte Auskennerei ist doch wirklich zu blöde.
But they are...
Other people turn around and laugh at you
If you said that these are the best days of our lives
If you said that these are the best days of our lives
Ich bin für Wulff.
Sorry, aber das geht leider nicht anders.
Sorry, aber das geht leider nicht anders.
Aalglatte Jugend, die wenigen Kanten genormt, gut geschliffen schon: die rebellische Pose der Affirmation.
Auf dem Flohmarkt am Boxhagener Platz wieder das Internetgleichnis im Kopf gehabt: Ein riesiger Haufen Scheiße, darunter mit etwas Glück ein paar Perlen.
***
Aufdringlich und völlig unangemessen kommt mir das penetrante Festtagsgeläut der Thomaskirche am Mariannenplatz vor.
***
Passender Versprecher im Zombiemodus: Den Stoffelstab übernehmen.
***
Es gibt Partys, die als Ü-30 beworben werden. Es gibt andere, die gar nicht beworben ein Ü-40-Publikum anziehen. Sie feiern, wie vor 25 Jahren. Dorfdisco in der Madonna. Als wäre seit 1985 niemand nach Hause gegangen. Mir gefällt das ja sehr gut. Geht für hiesige Verhältnisse früh los und das Wild at Heart hat danach auf jeden Fall noch auf. Tanzen auf Elvis und die Ramones, kleine Kneipenschlägerei inklusive. Der Bouncer ist ein Profi.
***
Die Glocken der Thomaskirche am Mariannenplatz waren am Karfreitag außerdem noch nicht auf Sommerzeit gestellt, und lärmten also nachts um eins ganz ordentlich rum.
***
You're obsolet my baby / my poor old fashioned baby
Baby, baby, baby / You're out of time.
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Aufdringlich und völlig unangemessen kommt mir das penetrante Festtagsgeläut der Thomaskirche am Mariannenplatz vor.
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Passender Versprecher im Zombiemodus: Den Stoffelstab übernehmen.
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Es gibt Partys, die als Ü-30 beworben werden. Es gibt andere, die gar nicht beworben ein Ü-40-Publikum anziehen. Sie feiern, wie vor 25 Jahren. Dorfdisco in der Madonna. Als wäre seit 1985 niemand nach Hause gegangen. Mir gefällt das ja sehr gut. Geht für hiesige Verhältnisse früh los und das Wild at Heart hat danach auf jeden Fall noch auf. Tanzen auf Elvis und die Ramones, kleine Kneipenschlägerei inklusive. Der Bouncer ist ein Profi.
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Die Glocken der Thomaskirche am Mariannenplatz waren am Karfreitag außerdem noch nicht auf Sommerzeit gestellt, und lärmten also nachts um eins ganz ordentlich rum.
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You're obsolet my baby / my poor old fashioned baby
Baby, baby, baby / You're out of time.
X. so: Also, seit der ein Kind in die Welt gesetzt hat, denkt der auch der kann alles.
Y. so: Naja, ich hab seit über anderthalb Jahrzehnten Sex, ohne ein Kind in die Welt gesetzt zu haben. Das scheint mir denn doch die weitaus größere Leistung zu sein.
Y. so: Naja, ich hab seit über anderthalb Jahrzehnten Sex, ohne ein Kind in die Welt gesetzt zu haben. Das scheint mir denn doch die weitaus größere Leistung zu sein.
The day after
Der Geist ist wollig, aber das Fleisch ist wach.
They sentenced me to twenty years of boredom
For trying to change the system from within
L.C.
For trying to change the system from within
L.C.
Das wird ein beschißnes Jahr, gelle? Gruß Franz
Franz Fühmann an Christa Wolf, 21.1.1983 ...
Franz Fühmann an Christa Wolf, 21.1.1983 ...
Plus
Gestern diese schamhafte Umschreibung hohen Alters gesehen, in die Welt gesetzt (wahrscheinlich eher "getextet") gewiss von irgendeiner Agentur zum Behufe der positiven Ansprache semigeronter Zielgruppen: Generation Plus. Was ist denn so peinlich an alt, dass es immer wieder neue unglaubwürdige Arschkriechereien geben muss? Ich bin gewiss nicht der Meinung, hohes Alter allein sei ein Grund für Respekt und Anerkennung, wer lange lebt hat schließlich viel Zeit, jede Menge Mist zu machen (vgl. Riefenstahl & Heesters), auch habe ich nichts dagegen, dass sich Leute jünger fühlen oder benehmen als sie sind (mir zum Beispiel ist immer noch unklar, welches Verhalten als angemessen angesehen wird für jenen Teil der Alterspyramide, dem zugehörig zu sein ich aber auch nicht leugne).
Wir werden halt älter und irgendwann sind wir richtig alt.
***
T. erzählt, wie er seiner inzwischen sehr alten Mutter das Prinzip der Telefonflatrate zu erläutern versucht. Stichwort: Monatskarte.
***
Ich warte ja noch auf den Sargdiscounter, der Sonderangebote für die Generation Doppelplus anpreist.
***
Besagte Mutter zieht es weiterhin vor, nach 18 Uhr anzurufen. Was soll man denn dazu sagen? Generation Minus, oder höflicher Generation Bindestrich?
***
Das Plus gibt's gratis. Jeden Tag.
Wir werden halt älter und irgendwann sind wir richtig alt.
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T. erzählt, wie er seiner inzwischen sehr alten Mutter das Prinzip der Telefonflatrate zu erläutern versucht. Stichwort: Monatskarte.
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Ich warte ja noch auf den Sargdiscounter, der Sonderangebote für die Generation Doppelplus anpreist.
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Besagte Mutter zieht es weiterhin vor, nach 18 Uhr anzurufen. Was soll man denn dazu sagen? Generation Minus, oder höflicher Generation Bindestrich?
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Das Plus gibt's gratis. Jeden Tag.
Auf der Suche nach dem C
Dass die Wahlmöglichkeiten sich aber auch immer in Option A, reaktionäres Spießertum, und Option B, affirmierende Liberalität, erschöpfen müssen...

Auch wenn er wegen des unmissverständlich sichtbaren Fehltritts seiner Frau schon lange das Gespött der Nachbarn war, hielt er ihr und dem Kind unverbrüchlich die Treue.
Ach, wenn man wenigstens sicher wüsste, dass im Dezember 2012 die Welt zu Ende ginge...
Der Datumsstreit (ob nun am 21. oder 23.12.) scheint mir völlig unerheblich zu sein, in beiden Fällen hätte sich der Weihnachtsgeschenkestress erledigt.
***
Pilz des Jahres 2010 ist übrigens die Schleiereule (Cortinarius praestans), nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Vogel. Das Gemeine Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) hat jetzt noch zwei Möglichkeiten den begehrten Titel zu erlangen. Oder, um genau zu sein: drei. Schließlich wird der Pilz des Jahres 2013 vorm Weltuntergang benannt werden. Hat dann sozusagen den Pokal noch nicht, aber die Party kann schon geschmissen weden. Das ist ein bißchen so, als wenn Norwegen morgen im Meer versänke, die letzten bekannten Nobelpreisträger wären aber nicht die von 2008, sondern die von 2009, auch wenn die sich dann wahrscheinlich in den Arsch beißen würden, dass sie sich nicht gleich einen Scheck mit dem Preisgeld haben schicken lassen. Scheiß auf die Medaille [da kommt natürlich kein Sprachschützer und meckert, was für eine undeutsche Ortografie das Wort Medaille hat und was das überhaupt bedeuten soll, versteht doch kein Mensch, der nicht selber mal eine gewonnen hat. Rundes Ding ummen Hals!]. Grad so als Präsident in Zeiten der Wirtschaftskrise, aber halt, da frag ich mich doch gleich, ob so ein Preisgeld eigentlich besteuert wird? Ist ja kein Glücksspiel im engeren Sinne.
Da kann der Pilz des Jahres 2013 noch was draus lernen.
Der Datumsstreit (ob nun am 21. oder 23.12.) scheint mir völlig unerheblich zu sein, in beiden Fällen hätte sich der Weihnachtsgeschenkestress erledigt.
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Pilz des Jahres 2010 ist übrigens die Schleiereule (Cortinarius praestans), nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Vogel. Das Gemeine Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) hat jetzt noch zwei Möglichkeiten den begehrten Titel zu erlangen. Oder, um genau zu sein: drei. Schließlich wird der Pilz des Jahres 2013 vorm Weltuntergang benannt werden. Hat dann sozusagen den Pokal noch nicht, aber die Party kann schon geschmissen weden. Das ist ein bißchen so, als wenn Norwegen morgen im Meer versänke, die letzten bekannten Nobelpreisträger wären aber nicht die von 2008, sondern die von 2009, auch wenn die sich dann wahrscheinlich in den Arsch beißen würden, dass sie sich nicht gleich einen Scheck mit dem Preisgeld haben schicken lassen. Scheiß auf die Medaille [da kommt natürlich kein Sprachschützer und meckert, was für eine undeutsche Ortografie das Wort Medaille hat und was das überhaupt bedeuten soll, versteht doch kein Mensch, der nicht selber mal eine gewonnen hat. Rundes Ding ummen Hals!]. Grad so als Präsident in Zeiten der Wirtschaftskrise, aber halt, da frag ich mich doch gleich, ob so ein Preisgeld eigentlich besteuert wird? Ist ja kein Glücksspiel im engeren Sinne.
Da kann der Pilz des Jahres 2013 noch was draus lernen.
X. pflegt am Ende schriftlicher Entäußerungen Ich hasse mein Leben statt der üblichen Grußformeln zu schreiben. Auf den ersten Blick wirkt das kokett. Aber nur auf den ersten.
I need security, right now
Security, yeah
I tell you once again
Yes I will now
Talkin about security, yeah
And I want it to the end, yes I do
Security, yeah
I tell you once again
Yes I will now
Talkin about security, yeah
And I want it to the end, yes I do

