Partisanenweg auf Pohorje, Slowenien

Als ich letztens in Neukölln war (ja, soweit weg verschlägt es mich bisweilen) und ein zugeschüttetes Erdloch mir anschaute, da dachte ich, dass es doch eigenartig ist, dass ausgerechnet Steins Grab keinen Grabstein hat. Nur so ein Plastedingens.

Beweisfoto: Steins Grab ohne Stein

22:25:09 am 25.05.2010 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

Kreuzberg: Vom Hubschrauber geweckt werden.
Ein Satz mit mai mai? Erster Mai my ass.

11:45:18 am 01.05.2010 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

Nach dem Scheitern dieser unsäglichen Kampagne wäre doch jetzt ein guter Moment, um in die Offensive zu gehen. Eine Initiative gegen jede Form von religiösem Bekenntnisuntericht an staatlichen Schulen, auch gegen den freiwilligen. Nichts mehr von dieser albernen Wir-machen-Ethik-UND-Religion-Rhetorik, mehr sowas wie: "Schluß mit dem Käse - Willkommen im 21 Jahrhundert.".
Nee, Mensch, ick fühlma heut so fortschrittli', wa.

21:01:35 am 26.04.2009 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

Beim Blättern durch Akten mit Bergen von Inkassobescheiden, insbesondere wegen Umsonstfahrens (auch bekannt unter der nicht mehr ganz zeitgemäßen Bezeichnung "Schwarzfahren"), dazu auch das eine oder andere Strafverfahren wegen "Erschleichens von Leistungen" (auch bekannt unter der Bezeichnung "Umsonstfahren"), da dachte ich mir, dass es recht eigentlich für die Beförderungserschleichung sehr viel mehr Anerkennung geben müsste. Als feiger Zeitkarteninhaber schäme ich mich ja langsam. Ein Preis (undotiert selbstverständlich, wird ja sonst gleich weggepfändet) müsste her, ein besonderes Lob, Applaus, irgendetwas, dass den zu Verbrechern gestempelten Opfern einer verfehlten Verkehrspolitik ihre Würde zurückgibt.

Naja, schnell mal noch ein paar Stundungsgesuche schreiben.

18:57:25 am 25.02.2009 von tristan - Spreesparta - 2 Kommentare

Bester Bandname der Woche:
Die Brüllmücken (am Samstag Abend in der KvU, Kremmener Str. 9)

13:23:38 am 14.11.2008 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

Heute ist es mir, bewehrt mit einem Geldschein recht hoher Denomination, nach knapp einem Jahr gelungen, meine vom gelegentlichen Arbeitgeber ausgegebene Kantinenbenutzungsberechtigungskarte entsperren zu lassen. Finanzkrise my ass.

13:05:35 am 14.11.2008 von tristan - Spreesparta - 2 Kommentare

Eine Geschichte:
Eine Frau beantragt Sozialhilfe beim zuständigen Bezirksamt. Weil sie keinen deutschen Pass besitzt und keine fachliche Unterstützung von Sozialhilfeträgern oder vergleichbaren Institutionen hat, erhält sie kein Bargeld, sondern nur Gutscheine zum Lebensmittelkauf, der Mietzins wird direkt an den Vermieter überwiesen. Die Frau möchte das engere Wohnumfeld auch mal verlassen. Dazu ist sie auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Wir erinnern uns: sie hat kein Bargeld. Sie wird erwischt. Mehr als einmal. Das fällige "erhöhte Beförderungsentgelt" kann sie noch viel weniger bezahlen, als die Normalfahrkarte. Inkassoanwälte schreiben Briefe. Kurz darauf wird unabhängig davon in einem gerichtlich angeordneten psychologischen Gutachten festgestellt, dass die Frau sich nur sehr eingeschränkt um ihre geschäftlichen Belange sorgen kann. Eine gesetzliche Betreuerin wird bestellt. Ämter werden umgänglicher (d.h. sie gestehen der Frau jetzt ihre Rechte zu), es springt dabei sogar Alg II raus. Kaviar aufs Brot, Reisen um alle Welt, man kennt das ja: High Life! Vor allem aber: eine Monatskarte für den Nahverkehr. Alles könnte gut sein, wären da nicht die Schulden aus der Zeit davor. Umsonstfahren kann eine recht teure Angelegenheit werden und auch die Verkehrsbetriebe lassen sich nicht lumpen, was die strafrechtliche Verfolgung wiederholter "Erschleichung von Beförderungsleistungen" angeht.
Die Drohung steht im Raum: Einleitung eines Hauptverfahrens gegen die Frau. Knast. Jaja, Knast.
Außer: es wird Entgegenkommen von Seiten der Frau beim Begleichen der ursprünglichen Schulden gezeigt.
Zur Erinnerung: sie erhält Leistungen nach SGB II, Arbeitslosengeld, hat keine weiteren Vermögenswerte (evtl. einen Strumpf voller Lebensmittelgutscheine, wer weiß das schon), ist also nicht zahlungs- und pfändungsfähig - ein Zustand, den zu erreichen bedeutet, dass man nachprüfbar nichts hat. Von diesem Nichts Schuldentilgung zu betreiben, ist ein hübsches Konzept.
Eine Monatskarte AB kostet in Berlin gut 70 Euro. Von dieser Summe ließen sich sieben Schuldentitel mit einer monatlichen Tilgungsrate von 10 Euro nach und nach begleichen.
Entgegenkommen zeigen... Wenn ich mit der Faust in jemandes Gesicht schlage, ist das auch eine Art des Entgegenkommens.
Ich weiß gar nicht, warum ich Ihnen das erzähle. Früher waren meine ausgedachten Geschichten viel lustiger. Und ausgedacht ist die Geschichte offensichtlicherweise. Ähnlichkeiten mit lebenden, toten oder untoten Personen sind nicht beabsichtigt und rein zufällig und die Monatskarte AB ist auch viel preisgünstiger.

[edit] Jetzt fällt mir auch ein Witz dazu ein. Stellen wir uns vor, die Gläubiger akzeptierten die Zahlungsunfähigkeit und stimmten einer Stundung der Schulden zu, einer verzinslichen Stundung. Ich lach mich kaputt.

18:18:59 am 08.11.2008 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

Am Puls der Zeit

Das FEZ Berlin, eine Ostberliner Großeinrichtung zur professionellen Kinder- und Jugendbespaßung bietet morgen ein ganz faszinierendes Programm an:

Ran an die Börse - Bären, Bullen und Börsianer. Wirtschafts- und Börsenspiel für junge Leute.

Dazu fällt mir nicht mal mehr ein blöder Spruch ein.

12:44:03 am 15.10.2008 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

Vorm Arbeitsamt der Beratungsbus der Sozialhilfeträger und Wohlfahrtsverbände.

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"Irren ist amtlich".

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Vor einiger Zeit, ebenfalls vorm Arbeitsamt, dass, wie mir gerade einfällt "Jobcenter" heißt, zwei junge Frauen, vielleicht 18, vielleicht Abiturientinnen, vielleicht Erstsemester, auf jeden Fall noch nie vorm Arbeitsamt gestanden. Scherzend und kichernd. Sie tragen die Dienstkleidung eines Mobilfunkanbieters und haben Produktinformationen und wahrscheinlich auch unterschriftsreife Verträge dabei.

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Heute werde ich zwei glänzende Selbstvermarkter besprechen, die pseudoindividualistische Ideologeme in die weite Welt hinauswerfen wie Weißbrot. Ersatzheilsversprechen, die sie (wahrscheinlich) selber nicht glauben. I despise them. Es gibt verdammt nochmal kein richtiges Leb....
Natürlich werde ich empfehlen, sich das ganze mal anzusehen/zu lesen.

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Präziser: Der Beratungsbus stand genau dort, wo der Wachschutz, zwei nervöse uniformierte Gestalten, sie nicht mehr vertreiben konnte, also etwa 20 Meter vom Eingang entfernt.

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Die beiden jungen Frauen von der Telefonvertragsdrückerkolonne standen direkt an der Tür. Kein Wachschutz weit und breit.

09:19:34 am 26.09.2008 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

Fäkalempirie

Falls ich morgen in irgendeiner Zeitung diese 71 Prozent-Geschichte lesen muss, dann rast' ich aus!
Ich habe also diese Mail bekommen. Von einem Verein, der den Namen "Das Corps" trägt. Wie "Die Akte" oder "Die Firma", aber ich schweife ab. "Das Corps" schreibtete mir, dass es endlich die erste Umfrage unter Diplomaten in Deutschland gab. Und zwar: über Tempelhof, den Flughafen, sie wissen schon.
Im Anhang der Mail befand sich eine Powerpointpräsentation mit 14 sogenannten Folien, die mich davon in Kenntnis setzten, dass "71 Prozent der in Deutschland akkredidierten Diplomaten" für den Erhalt des Flughafens Tempelhof seien.
Irre, dachte ich da, 71 Prozent, total irre. Wieviele sind das wohl in absoluten Zahlen, hab ich mich gefragt, und dann hab ich bei "Das Corps" angerufen. Der Typ konnte mir leider nicht sagen, wieviele der in Deutschland akkreditierten Diplomaten an der Umfrage teilgenommen hatten, aber seine Kollegin konnte mir dann per Mail weiterhelfen.
Sage und schreibe "10 Exzellenzen und 57 Diplomaten (Konsuln, etc.)" haben mitgemacht. Von denen haben 71 Prozent mit Tempelhof sympathisiert.
Na, dann hab ich beim Auswärtigen Amt angerufen, weil ich wissen wollte, wieviele Diplomaten denn so in Berlin akkreditiert sind. Die Frau da konnte mir auch keine Auskunft geben, aber die Frau U. würde mich zurückrufen, die kenne sich da aus.
Und tatsächlich, ungefähr 2 Stunden später klingelte das Mobiletelefon (sagen Sie nicht Handy, bitte.), grad als ich durch Neukölln auf der, Tusch, Flughafenstraße fuhr. Frau U. teilte mir mit, dass sie seit anderthalb Stunden versuche, meine Frage zu recherchieren, es aber ein Datenbankproblem gebe und keiner der Kollegen sich "belastbar" an die Zahlen erinnern könne. Nicht einmal meine Frage, ob wir mehr so in Hunderten oder Tausenden uns bewegen würden, wollte sie beantworten.
Allerdings rief sie nach einer halben Stunde erneut an und rechnete mir folgendes vor: In Deutschland gebe es insgesamt 15000 Botschaftsangestellte, die Kollegen im AA hätten geschätzt, dass davon rund 4500 auf Berlin entfallen würden. Das seien jedoch nicht die akkreditierten Diplomaten, sondern alle in den Botschaften, vom Botschaftssekretär bis zum Hund des homosexuellen Lebensgefährten des Militärattachés (das Beispiel hab ich jetzt mal gewählt).
Nun konnte ich mich belastbar erinnern, dass eine der kleinsten Botschaften in Berlin 3 oder 4 akkreditierte Diplomaten hat, also frug ich Frau U., wieviele Botschaften die Stadt denn beherberge.
Antwort (ohne Telefonjoker): 141.
Rechnen wir also konventionell, 3 mal 141, na ich glaub, Sie wissen, worauf ich hinaus will.
Falls ich also morgen in irgendeiner Zeitung diese 71 Prozent-Geschichte lesen muss, dann rast' ich aus!

22:48:40 am 25.04.2008 von tristan - Spreesparta - 2 Kommentare

Jannowitzbrücke
Endlich: Armut auch in Berlin.

18:38:41 am 24.04.2008 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

Jener Freund, der seit Wochen allen sagt, dass sie für Tempelhof stimmen sollen. Seine Mutter hat in der künftigen Einflugschneise des Großflughafens Schönefeld ihr Häuschen mit Gärtchen (Kräuter, Gemüse, Blumen, eine Landschildkröte) und hofft auf ein Scheitern des Planfeststellungsverfahrens.

18:28:47 am 24.04.2008 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

Be dirty, be mean - be Berlin

09:32:14 am 20.03.2008 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

Eigenartig

Kastanienallee

Die neue Kryptik

12:26:55 am 15.02.2008 von tristan - Spreesparta - 1 Kommentar

Morgen treten ja nicht nur die Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung und dem Nichtraucherschutz in Kraft, nein, auch die Zerschlagung des Einzelhandels erreicht neue Höhen: Ab 1. Januar 2008 bleiben alle Supermärkte geschlossen. Aus diesem Grunde war es heute nur unter größten Mühen möglich, bei Markendiscountern in Berlin noch einen Platz in der Kassenschlange zu ergattern. Unser Bild zeigt die Filiale einer großen Supermarktkette in Kreuzberg, wo die Wartezeiten an den Kassen am Nachmittag des 31. Dezember bereits mehrere Stunden betrug. Beachten Sie bitte auch die mittels Spaßhüten zur Schau getragene Freude der Kassierinnen, ob des morgigen Endes der Lohnarbeitspflicht.

Kaiser Kottbusser Tor

14:30:28 am 31.12.2007 von tristan - Spreesparta - Keine Kommentare

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